Warum ist ein Update so wichtig?

Während man früher Software einfach auf CD oder gar Diskette gekauft, installiert und dann genutzt hat, melden sich heute alle möglichen Programme dauernd und wollen Updates. Das hat mehrere Gründe:

Zum einen sind die Programme viel umfangreicher und würden gar nicht mehr auf Disketten passen, um all den aktuellen Ansprüchen zu entsprechen. Zudem sind auch Programmierer nur Menschen und Menschen machen Fehler, besonders bei diesen Mengen an Daten. Auch ist heute der Konkurrenz- und Zeitdruck der Firmen größer, so dass Programme vor der Auslieferung nur noch grob getestet werden. Zusätzlich wird Software auch gerne für Zwecke eingesetzt, für die sie gar nicht gedacht war und auch daraus ergeben sich notwendige Anpassungen. Zum Schluss gibt es leider auch Menschen, die Lücken in der Software suchen, um diese für kriminelle Aktivitäten auszunutzen. Laut dem Jahresbericht des BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) sind das aktuell in Deutschland ca. 400 neu ausgenutzte Lücken – am Tag!

Aus all diesen Gründen ist es notwendig, fast alle Programme regelmäßig zu verbessern und anzupassen. Zum Glück geht das heute über das Internet relativ schnell und einfach. Viele Programme bieten automatische Updates an, so dass man davon gar nicht mitbekommt. Wichtig ist hierbei das Gleiche, wie beim Backup: Machen. Wenn Sie also gefragt werden, dann sollten Sie ein Update eigentlich nie ablehnen.

Maik Sandmüller, Fachinformatiker und Sachverständiger für Datenschutz

Dieser Beitrag gehört zur Kolumne „Computerprobleme“, die regelmässig im Unstrut-Echo erscheint.

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